Massage

Verspannungen lösen, Wohlbefinden steigern, Durchblutung fördern, Immunsystem stärken

Massage-techniken

Klassische Ganz- oder Teilkörpermassage

Die klassische Massage, auch schwedische Massage genannt, ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Massageform.

Die klassische Massage dient vor allem zur Vorbeugung und Behandlung von Verspannungen der Muskulatur. Typische Beschwerden, die jemanden zum Masseur führen, sind: Rheumatische Beschwerden Rückenschmerzen Kopfschmerzen bei verspannter Rücken- und Nackenmuskulatur Verhärtete Muskulatur nach grösseren sportlichen Leistungen Bewegungseinschränkungen, die durch eine verspannte oder verkürzte Muskulatur bedingt sind Ausserdem dient die Massage auch zur Entspannung und allgemeinen Lockerung sowie zur Verbesserung der Durchblutung von Haut und Muskulatur.

Fußreflexzonenmassage

Die Fußreflexzonenmassage ist eine sehr beliebte Massagetechnik, bei der durch die Behandlung der Füße der gesamte Körper beeinflusst werden soll.

Wenn ein Organ erkrankt ist, soll der Druck auf die entsprechende Reflexzone am Fuß einen Schmerz auslösen. Durch die Fußreflexzonenmassage werden die Organe besser durchblutet, die gestaute oder blockierte Lebensenergie beginnt wieder zu fließen.

Außerdem soll die Massage die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen.

Reflexzonen sind Nervenpunkte an den Füßen, welche mit Organen oder anderen Körperteilen
in Verbindung stehen. Zu enge Schuhe z.B. zwängen die Füße in ein Korsett und vermindern die Durchblutung der Füße. Die Folge davon sind schlecht durchblutete Füße (Reflexzonen). Es entwickeln sich schmerzhafte Reflexzonen, die wiederum negative Auswirkungen auf das dazugehörige Organ oder eine Körperzone haben. Durch die Massage der Reflexzonen erreichen wir eine bessere Durchblutung derselben und damit auch eine verbesserte Durchblutung des zugehörigen Organs.

Durch diese bessere Durchblutung erreichen wir eine bessere Funktion der jeweiligen Organe und Körperstrukturen.

Manuelle Lymphdrainage

Durch die Manuelle Lymphdrainage werden Flüssigkeitsansammlungen, wie Schwellungen oder Ödeme mit speziellen, sehr feinen Massagegriffen aus dem Gewebe über das Lymphgefäßsystem abtransportiert.

Ist das Lymphsystem geschädigt oder unterbrochen, wie zum Beispiel nach Operationen oder Traumata, verschiebt man die Ödemflüssigkeit in die nächsten funktionstüchtigen Lymphbahnen und reduziert somit die Schwellung. Zur Unterstützung der Lymphdrainage und zur Vermeidung der Reödematisierung des Gewebes wird in der Mehrheit der Krankheitsfälle nach der Behandlung noch eine Bandagierung oder Kompressionsbestrumpfung vorgenommen.

APM-Akupunktmassage

Die Akupunktmassage nach Penzel ist eine der ältesten europäischen Meridiantherapien mit Wurzeln in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der klassischen Akupunkturlehre. Sie wurde in den 50er und 60er Jahren in Deutschland von dem Masseur Willy Penzel entwickelt.

Mit der Meridianmassage werden nicht Muskeln ect. im herkömmlichen Sinn massiert, sondern es wird die körpereigene Bioenergie manipuliert. Es werden Energieblockaden gelöst, um die Energie im Körper wieder zum fließen zu bringen. Die (nachweisbar) in diesen „elektrischen Leitungen“ des Körpers fließende körpereigene Energie steuert alle Funktionen des Organismus.
Aus Sicht der TCM ist Krankheit, Schmerz und seelische Verstimmung ein Anzeichen einer energetischen Blockade, die man durch die Akupunktmassage lösen kann.

Moxibustion

Auch Moxa-Therapie oder kurz Moxen, bezeichnet den Vorgang der Erwärmung von speziellen Punkten des Körpers. Die Therapie wurde in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) entwickelt, hat aber in den umliegenden Ländern, besonders in Japan, weitere Wandlungen erlebt.

Der Begriff Moxibustion wird mit „Brennen“ übersetzt. Diese Therapiemethode fällt in den Bereich der Akupunktur oder in die chinesische Medizin und hat wie diese eine jahrtausendelange zurückreichende Tradition. Man versteht unter Moxibustion das Erwärmen von verschiedenen Arealen des Körpers oder von Akupunkturpunkten mittels glimmenden Moxakrauts. Dieses besteht aus den getrockneten Blättern der Artemisia vulgaris, dem Beifuß, der die Eigenschaft besitzt, dass seine Hitze tief in den Körper eindringt und damit die Zirkulation von Qi (Energie) und Blut stimuliert.

Ziel der Behandlung ist aus Sichtweise der chinesischen Medizin die Vertreibung von Kälte und Feuchtigkeit aus den Meridianen, der Körperoberfläche sowie den Organen. In China und den umliegenden Ländern wird Moxibustion ebenfalls zur Vorbeugung von Krankheiten angewendet.

Segmentmassage

Die Segmentmassage hat sich aus der Bindegewebsmassage entwickelt und nimmt wie diese Einfluss auf die inneren Organe. Auch hier werden organische Beschwerden über die Reflexionen an Haut, Bindegewebe und Muskulatur aufgespürt und über den Reflexbogen behandelt.

Reflexbogen nennt man die nervale Leitung zwischen einem inneren Organ und einer oberflächlichen körperlichen Struktur bzw. die Leitung in umgekehrter Richtung.

Der Körper macht auf seine inneren Beschwerden aufmerksam durch den viscero-cutanen (inneres Organ zu Haut) und dem viscero-muskulären (inneres Organ zu Muskulatur) Reflexbogen. Als Therapeut nimmt man gegenläufig Einfluss über den cuti-visceralen (Haut zu innerem Organ) und dem muskulo-visceralen (Muskulatur zu innerem Organ) Reflexbogen.

Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage ist die stärkste reflektorische Massageart. Aus jeder Nervenwurzel des Rückenmarks werden bestimmte Segmente des Körpers versorgt. Ein erkranktes Organ stört innerhalb seines Segments auch bestimmte zugeordnete Zonen an der Haut oder der Muskulatur. Mit der therapeutischen Arbeit im Bindegewebe wird gegengleich auf das innere Organ Einfluss genommen.

Die Behandlung wird in Form tiefer Striche verabreicht. Der therapierende Finger wird im Bindegewebe – in der Schicht zwischen der Haut und der Muskelfaszie – eingesetzt, und mit einer ziehenden Bewegung wird der Reiz übertragen.Die Bindegewebszonen sind ziemlich großflächige Stellen auf der Rumpfhaut, die bei Erkrankung innerer Organe sichtbar auftreten und durch Hautreize deutlich zu erkennen sind.

Eine Bindegewebsmassage muss immer in einem gewissen Behandlungsaufbau erfolgen und ist vorerst örtlich begrenzt. Deswegen dauert anfangs eine Sitzung maximal 15 Minuten, erst mit fortschreitender Therapie darf auf größere Körperabschnitte eingegangen werden. Falsch ist es, diese Therapie sofort am gesamten Körper anzuwenden.

Durch die Bindegewebsmassage erreicht man eine Lockerung des Gewebes. Die intensive Bearbeitung des Gewebes erreicht eine Verbesserung der Gewebestruktur.